
… sind eine Enttäuschung. Allein schon weil sie das Zebra nicht spielen…

… sind eine Enttäuschung. Allein schon weil sie das Zebra nicht spielen…

ZEROMANCER machen einen echt guten Job bei der Eröffnung des Festivals. Außerdem gehören die Norweger zu den wenigen Bands die ich hier kenne…
Meine Fresse, das nenne ich einen gelungenen Konzertabend. Die heutigen Nackenschmerzen und meine heisere Kehle sind untrügbare Zeichen, dass der Abend gestern ein voller Erfolg war. AIRBOURNE im Huxley’s… Ganz großes Kino sag ich nur. 90 Minuten feinster Rock’n'Roll, 150% Spielfreude und 150% Energie. Dazu größere Mengen Bier und der Abend ist perfekt. Davor gab’s noch 30 Minuten TAKING DAWN zu hören, die Live unglaublich viel besser sind, als von CD…
Alles in Allem einfach ein großartiger, gelungener Konzertabend. Ich bin sicher, wenn die grauen Zellen einmal wieder funktionieren, dann werden wir noch etwas ausführlicher davon berichten, zunächst einmal gibt’s aber die Bilder…
Hier kommen die versprochenen Bilder zum Konzert am Dienstag…
Yeah! FEAR FACTORY auf Tour! Also “die anderen FEAR FACTORY”… Die mit Dino Cazares und Burton C Bell eben… Scheiss auf die Namens-Streitigkeiten, scheiss auf die Frage, wer nun eigentlich FEAR FACTORY sind, das LineUp, das gestern abend im C-Club aufgespielt hat, hat diesen Namen auf jeden Fall verdient.
Erfreulich gut gemischt war die Setlist und so gab es neben 1 Song von “Soul Of A New Machine” einiges von “Obsolete” (schön: gleich am Anfang des Sets “Shock” und “Edgecrusher”), ein bißchen “Mechanize” und viiiel “Demanufacture”. Ganz großes Kino und ein perfekter Auftritt.
Nach längerer Abstinenz trete ich mich mal wieder in den faulen Hintern und schreibe was ins Tagebuch. Wobei es bei einem solch großartigen Anlass eigentlich keinen Tritt braucht. Wenn die Thrashmetal-Legende OVERKILL ins traditionelle SO36 in Berlin kommt, ist pure Freude sicher. Zumal Konzerte dieser Band für mich immer einen zusätzlichen nostalgischen Wert haben: Die “Horrorscope” war das erste Metalalbum, das ich besaß (in Kassettenform…) und OVERKILLs Auftritt im Marquee vor vielen, vielen Jahren war mein erstes Metal-Livekonzert. Seitdem habe ich OVERKILL etliche Male live gesehen und es war kein einziges schlechtes Konzert dabei. Insofern reihte sich die im SO36 gebotene Supershow nahtlos in eine ganze Reihe großartiger Konzerte ein. Trotzdem hat es mich ganz besonders gefreut, dass neben aktuellen Hits der wirklich guten neuen CD auch Klassiker wie “Feel the fire” von der gleichnamigen CD oder “Gasoline Dream” von der WFO gespielt wurden. OVERKILL zeigen einfach keinerlei Anzeichen irgendeiner Altersmüdigkeit, ich glaube es gibt wenig Bands wo man so sicher sein kann, großartige Liveperformance zu erleben. Ich freu mich jetzt schon auf den Auftritt beim Metalcamp!
Wer kennt es nicht? Da geht man mal auf 30-40 Konzerte im Jahr, schaut hinterher auf den Kontostand und wundert sich, dass die Bank bereit ist, für einen Kunden wie man selbst einer ist, Geld für rote Tinte aus zu geben…
Über steigende Ticketpreise und die Zusammenhänge im Live-Geschäft ist eben ein Interview bei Spiegel Online erschienen, der sich zwar auf den Pop-Bereich bezieht, aber vieles davon wird sicher auf den Metal-Bereich übertragbar sein…
Die Magdeburger Metal-Szene ist, so wurde mir berichtet, eher übersichtlich. Trotzdem (oder gerade deswegen) stellen dort einige unermüdliche Metal-Fans vier mal im Jahr ein Event mit dem Namen “Metal Clash” auf die Beine. Nicht nur, dass diese Veranstaltung aus Band-Sicht enorm gut organisiert ist, die Veranstalter (die den sehr empfehlenswerten lokalen Bands Torturized und Wraith Within entstammen) lassen sich auch sonst einiges einfallen, um ihr Event zu promoten, den Bands eine Platform zu bieten und für die Fans ein möglichst dickes Metal-Paket zu schnüren. So gibt es z.B. im Vorfeld kurze Interviews mit den Bands auf der MySpace-Seite des Events und vor Ort kann man nicht nur die CDs der Bands zu teilweise sehr fairen Preisen erstehen, es gibt auch Gratis-Compilations so lange der Vorrat reicht. Unterm Strich bekommen also die Fans für faires Eintrittsgeld und faire Getränkepreise eine Ladung Metal um die Ohren und die Bands bekommen einen tollen, super organisierten Auftritt in entspannter Atmosphäre.
Wenn das mal kein Deal ist, der für alle Beteiligten lohnend ist. So lange es Metal-Fans gibt, die es schaffen, solche Events auf die Beine zu stellen, bin ich sicher, dass Metal, der bekanntlich schon mehrfach totgesagt wurde, noch ein langes Leben vor sich hat… Daumen hoch und Chapeau in Richtung Magdeburg!